Einkehrtage in Köln
Löscht den Geist nicht aus – für eine lebendige Kirche
Unter diesem Titel fanden sich gut ein Dutzend Malteser vom 05. bis 06. November in Köln ein. Durch die starke Bindung zur katholischen Kirche finden in der Diözese Essen regelmäßig Veranstaltungen statt, in denen dieses Band neu gefestigt wird. Bei herrlichem Herbstwetter wurde im Maternushaus Köln, in direkter Nähe zur Innenstadt, getagt.Die Leitung der Veranstaltung lag bei Diözesanseelsorger Pfarrer Josef Kestermann, er entschied sich im Vorfeld für ein aktuelles Thema. „Wir befinden uns in einer schwierigen Zeit, viele Katholiken wenden der Kirche den Rücken zu.“, so seine besorgte Aussage. Die Malteser tun dies nicht, aber warum eigentlich? Diese Frage wurde ausgiebig besprochen und die Ergebnisse erörtert. Es stellten sich viele persönliche Gründe heraus, der Begriff „christliche Nächstenliebe“ viel jedoch bei jedem Beteiligten. Der Leitspruch „Weil Nähe zählt“ ist schließlich nicht nur ein Satz, der neben dem Malteser-Logo steht.
In weiteren Einheiten wurden über verschiedene Bibelstellen diskutiert. Jeder sah in den Gleichnissen etwas Individuelles, doch auch hier stellte sich eine Kernaussage heraus: Die Gemeinschaft, die mit ihren Stärken und Schwächen nur dann funktioniert und lebt, wenn gerade die Schwächeren gefördert werden. „Es gibt verschiedene Standpunkte, der Blick ist jedoch immer auf denselben Punkt konzentriert.“, betont Diözesanleiter Axel Lemmen.
Zum Ende der Veranstaltung wurden altertümliche graphische Darstellungen vom Heiligen Martin von Tours besprochen und die Symbolik erörtert. Auch hier kam es zu verschiedenen Auffassungen der Bildaussagen. „Mit Bildern ist es wie mit Bibelstellen, jeder sieht etwas anderes, aber die Botschaft erschließt sich jedem gleich.“, so Kestermann. Die Feier der heiligen Messe im Kölner Dom stellte für die Gruppe einen stimmigen Abschluss dar.






